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bei deren Erscheinen Die, welche den jungen Roland so grim-mig umstanden, ehrerbietig zurückwichcn.
Es war ein hochgewachsener Mann, dessen dunkles Haarbereits mit Grau untermischt war, obwohl in seinem Auge undin seinen stolzen Zügen sich noch die volle Lebenskraft der Jugendausdrückte. Am Oberleib war er entkleidet bis auf das seineholländische Hemd, dessen weite Falten mit Blut befleckt waren,und über welches er einen karmcsinrothen kostbaren Pelzmantelgeworfen hatte. Auf dem Kopfe trug er eine karmesinrotheSammetmütze, auf der einen Seite mit einem seinen goldnenKettchen aufgeschlagcn, welches dreimal um die Mütze herum-ging und mit einem Schaustück befestigt war, — ein bei denGroßen damaliger Zeit gewöhnlicher Schmuck.
„Wen habt ihr hier, Söhne und Vettern, daß ihr euch sounfreundlich um ihn hcrumdrängt?" fragte er. „Wißt ihrnicht, daß dies Dach Jedem eine ehrliche Behandlung zusichcrnsollte, der hierher kommt in ehrlichem Frieden oder in offener,mannhafter Feindseligkeit!"
„Aber, gnädiger Herr," erwiderte einer der jungen Leute,„das ist ein schlechter Gesell, der als verrätherischcr Spion kommt!"
„Ich weise diesen Vorwurf zurück," sprach Roland zuver-sichtlich. „Ich bin gekommen, mich nach dem Freiherrn vonSeyton zu erkundigen."
„Das klingt sehr glaubwürdig in dem Munde eines Dienersvon Glendinning," versetzten die Ankläger.
„Haltet inne, Leutchen," sprach Herr von Scyton, —denn er war der Mann in dem blutigen Hemd — „laßt michdiesen Jüngling betrachten. Bei Gott, es ist derselbe, welchervor wenigen Minuten so kühn an meine Seite trat, währendeinige meiner schlechten Bursche mehr Rücksicht auf ihre werrhePerson nahmen als auf die meinige! Laßt ab von ihm. Er