verdient Ehre und freundliches Willkommen von euch, statt die-ser rauhen Behandlung."
Gehorsam diesem Gebote traten Alle zurück, und Seytonergriff Roland's Hand und dankte ihm für seinen bereitwilligenund tapferen Beistand. „Ohne Zweifel," fügte er hinzu, „hatdieselbe Theilnahme, welche Ihr in dem Kampfe bewiesen habt.Euch hierhergeführt, um wegen meiner Verwundung nachzu-fragcn."
Roland antwortete mit einer tiefen Verbeugung.
„Oder," fragte der Freiherr, „kann ich Euch vielleichteinen Dienst erweisen zum Dank für Euren tapferen Beistand?"
Roland hielt es sür's Beste, bei der Erklärung stehen zubleiben, welche der Freiherr selber ihm für seinen Besuch andie Hand gegeben hatte, und erwiderte: „Die einzige Ursache,warum ich mich hier eingcdrängt habe, war der Wunsch, Ge-wißheit zu erhalten, ob der gnädige Herr außer Gefahr sei,denn ich glaubte bemerkt zu haben, daß Ew. Gnaden eineVerletzung empfangen hatten."
„Eine Kleinigkeit," sprach der Freiherr. „Ich hatte blosmein Wams ausgczogen, damit der Wundarzt einen Verbandauf den unbedeutenden Ritz legen möchte, als diese unbesonnenenJungen uns mit ihrem Geschrei störten."
Roland machte eine tiefe Verbeugung, um sich zu beurlau-ben; denn nachdem er der Besorgniß entledigt war, als Spionbehandelt zu werden, fing er an zu fürchten, sein BegleiterAdam, den er so ohne Umstände verlassen hatte, möchte ihn inweitere Ungelegenheit bringen, entweder dadurch, daß er indas Haus einträte, um nach ihm zu fragen, oder dadurch, daßer fortritte. Allein der Freiherr ließ ihn nicht so ohne Weiteresgehen. „Wartet, junger Mann," sprach er, „und laßt michEuren Stand und Namen erfahren. Scyton ist seit einiger