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inne zu halten, wo er ein ersehntes Ziel vor sich hatte. Herz-haft und zuversichtlich näherte er sich der Thür, durch welcheder Gegenstand seiner Neugier entschlüpft war. Ihrem Beispielefolgend zog er den Knauf an, die schwere Klinke ging auf,und er trat ein mit derselben Hast, mit-welcher er seinen Be-gleiter verlassen hatte. Er befand sich in einem geräumigendüsteren Vorsaal, in welchen ein schwaches Licht durch vergitterteFenster von gemaltem Glas cinsiel aus dem Hofe, den wegender Höhe der ihn umschließenden Gebäude selten ein Sonnen-strahl beleuchtete. Die Wände des Saales waren mit altenverrosteten Harnischen behängt, und zwischen diesen Rüstungenerblickte man große steinerne Wappenschilder, mit geblümtendoppelten Einfassungen, ausgehauenc Waizengarben, Freiherrn-kronen u. s. w. — Dinge, welchen Roland Graeme nicht einenAugenblick Aufmerksamkeit schenkte.
Seine Blicke suchten lediglich die Gestalt Katharinens, die,in dem Vorsaal sich sicher wähnend, sich in einen großen eiche-nen Sessel geworfen hatte, um Athem zu schöpfen. DasGeräusch, mit welchem Roland eintrat, störte sie aus ihreraugenblicklichen Ruhe auf. Sie fuhr mit einem schwachenSchrei des Erstaunens empor, und entfloh durch eine der Flügcl-thüren, welche von verschiedenen Seiten aus diesem Vorsaalcin andere Gemächer führten. Diese Thür, welcher Roland sichsofort näherte, bildete den Eingang zu einer großen Hellen Gal-lerie, an deren oberem Ende er verschiedene Stimmen undFußtritte hörte, welche sich der Vorhalle näherten. Die Vor-stellung von ernstlicher Gefahr brachte ihn zur Besinnung, under ging mit sich zu Rathe, ob er bleiben oder sich zurückzichcnsollte. In diesem Augenblicke trat Katharine durch eine Scitcn-thür wieder ein, lief mit derselben Hast auf ihn zu, mit wel-cher sie vor einigen Augenblicken vor ihm geflohen war, und