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zuzulaufcn und ihre Wohnung zu erreichen, ohne daß Rolandihr bis dahin mit den Augen folgen konnte. Allein einem Jüng-linge von achtzehn Jahren, der hinter einem Mädchen her ist,thut man es nicht leicht in Schnelligkeit zuvor. Katharine flohüber einen gepflasterten Hof, geschmückt mit großen steinernenBasen, aus welchen Eiben, Cyprcssen und andere immergrüneGewächse emporragtcn, die in ihrer unfreundlichen Düsterheitwohl zu dem hohen, schwerfälligen Gebäude hinter ihnen paßten.Der Hof bildete ein Biereck, rings von schwarzen Mauern mitFenstern in fünf Reihen übereinander umgeben. Ueber allenFenstern befanden sich schwere Architravc mit heraldischen undreligiösen Sinnbildern.
Durch diesen Hof flog Katharine Sehton gleich einer ge-hetzten Hindin mit aller Anstrengung der hübschen Beine, welcheselbst das Lob des nachdenklichen und behutsamen Adam Wood-cock erworben hatten. Sie eilte einer großen Thür mitten,im Hintergrund des Hofes zu, zog an dem Knauf, bis dieKlinke aufging, und verschwand in dem alten Gebäude. Aberwar sie gleich einer Hindin geflohen, so war ihr Roland gleicheinem jungen Hirschhunde gefolgt, der zum ersten Mal auf seineBeute losgelassen wird. Er verlor sie nicht aus den Augen;wie denn bei solchen Wettläufen der männliche Lheil, welchersehen will, einen großen Vortheil vor dem weiblichen voraushat, welcher nicht gesehen werden will, so daß ein großer Vor-sprung dein- letzteren wenig Hilst. Roland sah am Eingangihren Schleier fliegen, hörte ihre Fußtritte, so leicht sie auchwaren, auf dem Pflaster des Hofes und erblickte ihre ganzeGestalt, als sie in die Thür eintrat.
Roland, unbedachtsam und seinem Kopf folgend, 'wie wirihn geschildert haben, mit dem Leben nicht weiter bekannt, alsaus den Romanen, die er gelesen, ließ cs sich nicht cinfallen,