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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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sagen. Wenn ich jetzt nur Einen von unseren Leuten sähe.Ein Eichcnbusch wäre jetzt eine goldne Quaste werth. Odereinen von den Leuten des Regenten. Aber die Pferde einemFremden anvertraucn das kann ich nicht und vom Platzeweichen, während der Junge in Gefahr ist, das mag ich nicht."

Wir müssen den Falkner in seiner Noth verlassen unddem hitzigen Jüngling folgen, der seine Verlegenheit verursachthatte.

Der letzte Theil von Woodcocks Vorlesung war, wie dieserbemerkt hatte, größtenthcils für Roland verloren gegangen,weil Roland in einer der weiblichen Gestalten, welche in Schleiernvon gestreifter Seide, wie noch, heutzutage die Brüsseler Frauentragen, über die Straße gingen, eine Ähnlichkeit mit der wohl-gewachsenen und lebhaften Katharine Seyton zu erkennenglaubte. Während der Falkner ihm weise Lehren in die Oh-.ren predigte, folgte sein Auge unverwandt dem anziehenden Ge-genstand. Die Jungfer bog endlich in einen der gewölbten Ein-gänge ein, welche von den weiter zurückstehenden Häusern aufdie Stiftsstraße führten- Unter diesem Eingang mit einem vonzwei großen steinernen Füchsen gehaltenen Wappenschild, hobdie junge Dame den Schleier auf, wahrscheinlich, um zu sehen,wer der Reiter sei, der ihr so scharf nachgespäht, und Rolanderblickte in dem Schatten der seidenen Hülle genug von denblauen Augen, den schönen Locken und dem blühenden Gesicht,um wie ein unerfahrncr' Lollkopf, dessen Eigenwille nie Wi-derstand gefunden hatte und selten vernünftiger Ucberlcgungunterworfen worden war, dem Falkner die Zügel zuzuwcrfenund ihn den aufwartcndcn Herrn spielen zu lassen, währender auf dem gepflasterten Hofe Katharinen nachranntc.

Nach dem Sprichwort geht nichts über Weibcrlist. Katha-rinens List aber wußte kein besseres Rettungsmittel, als tüchtig