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5 (1851) Der Abt
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Ganz recht, Meister Roland Graemc," sprach der Führer;nur möcht^ich Euch bitten, Eure Gegenstände besser zu wäh-len. Seht, da geht kaum irgend ein Weib in seidenem oderPerlenschlcier über die Gasse, welche nicht, wie ich vorhin sagte,entweder ihren Kammer-Herrn vor sich, oder ihren Verwandten,Liebhaber oder Gemahl neben sich, oder ein Paar handfesteKerle mit Schild und Schwert dicht hinter sich hat. AberIhr achtet so wenig auf meine Worte, wie ein Stockaar aufeinen Goldammer."

O, allerdings acht' ich auf Eure Rede," sprach Roland,aber haltet mir meinen Klepper ein Bischen, ich komme wie-der so geschwind, als man auf einen Pfiff antwortet." Mitdiesen Worten warf Roland zum größten Erstaunen Adams,dem der Schluß seiner Rede auf der Zunge erstarb, ihm denZügel seines Kleppers zu, sprang herab und lief in einen Ein-gang unter einem Bogen, eben dem Mädchen nach, welches,wie sein Freund ihn beschuldigte, so sehr seine Aufmerksamkeitgefesselt hatte.

Heilige Maria! Heilige Magdalcnc! Heiliger Benedict!Heiliger Barnabas !" rief der arme Falkner, als er sich so plötz-lich genöthigt sah, mitten in der Stiktsstraße Halt zu machen,und seinen Pflegbefohlenen wie verrückt einer Jungfer nachrcnnensah, die er meinte Adam in seinem Leben nicht gesehen.Samt Satan! Sanct Beelzebub! Da möchte man doch beiHeiligen und Teufeln fluchen. Was die schwere Noth ist demJungen in den Kopf gekommen? Und was soll ich dcrweilemachen? Sie schneiden dem armen Jungen den Hals ab, sogewiß, als ich am Fuß der Rosenberger Höhe geboren bin-Wenn ich nur Jemand fände, der die Pferde hielte. Aber hierim Norden sind sic so fein, wie in unserem lustigen Porkshire,da heißt's: Laß den Zügel los, bist den Gaul los wie wir