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vom Miste nicht. Bon zwei Fehlern habt Ihr den besseren.Aber außer Eurem besonders regen Sinn für Raufen und fürdas Hcrausrcißcn des an Eurer Seite hängenden Begleitershabt Ihr auch die vortreffliche Eigenschaft, den Weibsen unterdie Schleier zu gucken, als wolltet Ihr eine alte Bekanntschaftheraussinden. Wiewohl ich sollte mich sehr wundern, wennIhr eine crspäh'tct, da ich weiß, wie wenig von diesem Feder-wild Ihr gesehen habt, — eben so sehr, wie mich Eure großeTheilnahme an dem Scyton eben gewundert hat."
„Ruhig, Alter! das ist eitel Narrheit," versetzte Roland.„Ich wollte nur sehen, was für Augen diese Edelfalken unterihren Hauben haben."
„Das ist ein gefährlicher Gegenstand der Untersuchung,"bemerkte der Falkner. „Lieber möchtet Ihr Eure entblößteFaust einem Adler Hinhalten, daß er sich darauf setzte. — Seht,Meister Roland, diese hübschen wilden Gänschen lassen sichnicht ohne Gefahr baizen. Sic verstehen das Tauchen, Hervor-schicßcn und Flattern wie das munterste Wild, auf das nur jeein Falk losgcgangen ist. Ueberdies ist jedes Weib mit einemGatten oder lieben Freund, oder Bruder oder Vetter oder wenig-stens mit ihrem gcschwornen Knecht versehen. — Aber Ihr hörtnicht auf mich, Meister Roland, obgleich ich ein so guter Ken-ner des Wildbrets bin, — Ihr seid ganz Auge für jene hübscheJungfer, die vor uns die Straße hinuntertrippelt. Wahrlich, ichmöchte darauf wetten, sie ist eine herrliche Tänzerin im Reigenund beim Hopser. Ein Paar silberne Mohrenschellen müßtendiesen hübschen Knöcheln so wohl anstchen, wie die Wurffesselndem schönsten Norweger Habicht."
„Du bist nicht klug, Adam," versetzte Roland, „ich gebekeinen Knopf auf das Mädchen noch auf ihre Knöchel. — ZumTeufel! Man muß doch Etwas ansehen!"