„Ich hoffe zu Gott, nein, Meister Adam Woodcock," ant-worten Roland.
„Nun so möcht' ich denn wissen," fragte Adam weiter,„welcher andere Antrieb oder Einfluß Euch immer in blutigeHändel verwickelt. Was um'S Himmels willen habt Ihr mitden Scytons oder Lcslies zu schaffen, deren Namen Ihr inEurem Leben vorher nicht gehört habt?"
„Da seid Ihr irre, lieber Freund," antwortete der Jüng-ling. „Ich habe meine Gründe, für die Scytons zu sein."
„Das müssen sehr geheime Gründe sein," versetzte der Falk-ner; „denn ich hätte darauf wetten mögen, daß Ihr nie Einendieses Namens gekannt hättet, und ich möchte immer noch glau-ben, daß Eure heillose Liebhaberei am Klirren mit kaltemEisen, welches auf Euch dieselbe Zaubergcwalt übt, wie dasKlappern einer kupfernen Pfanne auf einen Bienenschwarm,mehr, als Bekümmerniß um Seyton oder Leslic, Euch bewogenhat, Eure Rase in einen Handel zu stecken, der Euch schlechter-dings Nichts anging. Aber laßt es Euch gesagt sein, wennIhr mit Jedem das Schwert ziehen wollt, der hier auf derHochstraße das Schwert zieht, dann könnt Ihr Euch für Euerganzes Leben die Mühe sparen, Eure Klinge wieder cinzustccken;denn ich dächte, Euer Leben würde dann nicht viele Stundenwähren. Das Alles gebe ich Eurer ernstlichen Erwägung an-heim."
„Auf mein Wort, Adam, ich ehre Euren Rath und ichverspreche, ihn so treulich zu befolgen, als wär' ich Euer gc-schworncr Lehrling in der geheimnißvollen Kunst, mit Weisheitund Sicherheit auf meiner neuen Laufbahn zu wandeln."
„Daran werdet Ihr wohl thun," sprach der Falkner. „Ichwill Euch nicht tadeln, daß Ihr einen Grad Hitze zu viel habt,weil ich weiß, ein wilder Falke läßt sich ziehen, aber eine Henne