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5 (1851) Der Abt
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der arme freundlosc Waise, der Spott der großen Welt, alsdie Zielscheibe des Hohnes für das Gesinde zu Avencl würde."

Seid unbesorgt, Dame, kein Mensch soll ihn höhnen,"versetzte der Ritter.

Es mag sein, es mag wohl sein," erwiderte sic.Aberich will mehr auf sein eignes Benehmen bauen, als auf EurenSchutz." Mit diesen Worten verließ sie das Gemach.

Der Ritter sah ihr einen Augenblick nach und wandte sichdann zu seinem Bruder, ihm herzlich Lebewohl zu wünschenund sich bei ihm zu beurlauben.Meine bösen Buben," spracher,sind zu sehr in's Bierfaß vertieft, um ihrer Lustbarkeitentsagend, dem hohlen Tone eines Hifthorns Folge zu leisten."

Ihr habt sie von höherem Zwange frei gemacht," be-merkte der Abt,und damit habt ihr sie gelehrt, sich gegeneuren eignen aufzulehnen."

Da bist du irre, Edward," versetzte Halbert, der seinemBruder nie seinen Klosternamcn Ambrosius gab.Keiner ge-horcht dem Gebot wahrer Pflicht so bereitwillig, wie Derje-nige, welcher der Fesseln der Knechtschaft entledigt ist."

Er wollte sich entfernen-, aber der Abt hielt ihn zurückmit den Worten:Noch einige Augenblicke; hier kommt einekleine Erfrischung. Verlasse nicht das Haus, welches ich jetztmein nennen muß, bis die Gewalt mich daraus vertreibt,ohne zuvor wenigstens Brod mit mir gebrochen zu haben."

Der arme Laienbruder, derselbe, welcher den Pförtner ge-macht hatte, trat mit einer einfachen Speise und mit einerFlasche Wein in's Zimmer. Er sagte mit amtsmäßigcr De-muthj er habe die Flasche gefunden, nachdem er jeden Winkeldes Kellers durchstöbert.

Der Ritter füllte einen kleinen silbernen Becher, trank ihnaus und bat seinen Bruder, ihm Bescheid zu thun, indem er