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„Du siehst, Bruder," sprach der Ritter mit bedeutungs-vollem Lächeln zum Abt, „daß wir euch nicht ohne Grund derZweideutigkeit beschuldigen."
„Du thust uns Unrecht, Bruder," cntgegnete der Abt.„Dies Weib ist, wie sich aus ihrem Benehmen erkennen läßt,nicht recht bei Sinnen, — Dank der Verfolgung eurer räube-rischen Landhcrren und eurer nachsichtigen Geistlichkeit."
„Darüber will ich nicht streiten," sprach Herr Halbere.„Der Nebel sind leider in unseren Lagen so viele, daß beideKirchen sie thcilcn können und daß noch ein gutes Thcil übrigbleibt." Mit diesen Worten trat er ans offne Fenster undstieß in sein Hifthorn."
„Warum blasest du, Bruder?" fragte der Abt. „Wirsind kaum erst ein paar Minuten beisammen."
„Ach!" sprach der ältere Bruder, „und selbst diese weni-gen Augenblicke sind durch Mißhelligkeit verbittert worden.Ich blase zu Pferd, Bruder, um so früher, je baldigere Be-mühungen von meiner Seite cs erfordert, die Folgen deinerheutigen Unbesonnenheit abzuwcnden. — Dame, Ihr werdetmich verbinden, wenn Ihr Euren jungen Verwandten wissenlasset, daß wir den Augenblick aufsitzen. Er soll nicht mitmir nach Avcnel zurückkehren, — dies würde zu neuem Streitzwischen ihm und meinen Leuten führen, wenigstens zu Vor-würfen, welche sein stolzes Herz nicht wohl vertragen würde;und ich wünsche, ihm Gutes zu erweisen. Darum soll er miteinem Manne meines Gefolges, den ich mit der Kunde von demhier Geschehenen zurücksende, nach Edinburg reisen- — Ihrscheint erfreut hierüber," setzte er hinzu, seine Augen scharfauf die Alte heftend.
Magdalcne erwiderte seinen Blick mit dem ruhiger Gleich-gültigkeit und antwortete: „Es wäre mir lieber, daß Roland,