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lange du ihr Feind bleibst, möchte ich nicht, daß du dir Ge-fahren oder Unannehmlichkeiten um meiner Person willen zu-zögest. — Doch wer kommt hier, die wenigen Minuten brü-derlicher Besprechung zu stören, welche das Schicksal uns »er-stattet?"
Die Thür des Zimmers war während dieser letzten Worteaufgegangen und Dame Magdalene trat ein.
„Wer ist dies Weib? und was will sie?" fragte HerrHalbert in etwas barschem Tone.
„Daß Ihr mich nicht kennt," sprach die Alte, „hat Nichtszu sagen. Ich komme auf Euren Befehl, meine-Einwilligungzu geben, daß das Bürschchen Roland Graeme wieder in EurenDienst tritt. Weiter Hab' ich Nichts zu sagen und ich willEuch nicht länger mit meiner Gegenwart lästig fallen. Friedesei mit Euch!" damit drehte sie sich um, und wollte sich ent-fernen. Aber Herr Halbert hielt sie mit seinen Fragen zurück:
„Wer seid Ihr? Was seid Ihr? Und warum wartet Ihrnicht, um mir Antwort zu geben?"
„Ich war," antwortete sie, „so lange ich noch der Weltangehörte, eine Frau von nicht gemeinem Namen. Jetzt binich Magdalena, eine arme Pilgerin für die heilige Kirche."
„Ei!" rief Herr Halbert, „bist du katholisch? Ich dachte,meine Gemahlin sagte mir, Roland Graeme sei aus einer re-formirten Sippschaft."
„Sein Batcr," antwortete die Alte, „war ein Ketzer, odervielmehr Einer, der sich weder um Recht- noch um Jrrgläu-bigkeit, weder um die Kirche Gottes noch um den Tempel desAntichrist kümmerte. Auch ich — denn die Sünden der Zeitveranlassen Sünden — habe mich scheinbar euren unheiligenGebräuchen anbequemt. Aber ich hatte Dispensation und Ab-solution dafür."