21 !,
tige Zuneigung knüpfte sie aneinander, aber in allen Ge-schäften, Gewohnheiten .und Empfindungen, welche mit demHader der Zeit in Berührung standen, war der Freund undRathgeber Murrays der Gegner des katholischen Priesters, undBeide durften nicht viel geselligen Verkehr .mit einander haben,wofern sie Anstoß und Verdacht bei ihren beiderseitigen Bun-desgenossen vermeiden wollten. Nachdem Beide sich herzlichumarmt, und der Abt den Ritter willkommen geheißen, drückteHerr Halbert seine Freude darüber aus, daß er noch zu rechterZeit gekommen sei, um dem von Eulenspiegcl und seinen lär-menden Gesellen angcstellten Unfug ein Ende zu machen.
„Uebrigcns," fügte er hinzu, „wenn ich deine Kleider be-trachte, Bruder Edward, kann ich mich nicht des Gedankenserwehren, daß immer noch innerhalb des Klosters ein Abt vonUnsinn ist."
„Und warum willst du dich über meine Kleidung aus-halten, Bruder Halbert?" entgegnete der Abt. „Sie istdie geistliche Rüstung meines Berufs, und als solche steht siemir, denk' ich, eben so wohl an, wie dir Panzer und Wchr-gehcnk-"
„Aber ich meine, cs wäre wenig Klugheit dabei, eine Rü-stung anzulcgcn, wenn wir nicht zu fechten vermögen. Es istlediglich gefährliche Verwegenheit, den Feind herauszufordcrn,dem wir nicht widerstehen können."
„Das, lieber Bruder," entgegnete der Abt, „kann Nie-mand mit Bestimmtheit sagen, bevor der Kampf geendigt ist.Und gesetzt, es wäre, wie du sagst, der Widerstand vergeblich,so denk' ich, ein wackerer Mann, auch wenn er am Siege ver-zweifelt, wird lieber fechten und fallen, als Schwert undSchild in Folge eines schmählichen Vertrags seinem Gegnerüberliefern.' Doch laß uns nicht über einen Gegenstand strci-