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Tag legen kann gegen meine langjährige Wühlthäterin vonKindheit auf, und ich bin bereit, mein Leben für sic zu wa-gen." Er hielt innc.
„Das sind bloß Worte, junger Mensch," entgegnete HerrHalbcrt. „Weitläufige Bcthcucrungcn sollen oft wirklicheDienste ersetzen. Ich wüßte nicht, wie mit Gefahr Eures Le-bens der Frau von Avenel gedient sein könnte. Ich kann nursagen, es wird ihr angenehm sein, zu erfahren, daß Ihr eineLebensbahn cingeschlagen habt, welche die Erhaltung EurerPerson und das Wohl Eurer Seele sichert. Was fehlt Euch,daß Ihr nicht annehmt, was man Euch zu Eurem Heile an-bictet?"
„Meine einzige noch lebende Verwandte," antwortete Nc-land, „oder vielmehr die Einzige unter meinen Angehörigen,die ich je gesehen, ist nach meiner Entlassung von SchloßAvenel wieder zu mir gekommen, und sie muß ich befragen,ob ich den Weg, den Ihr mir eröffnet, betreten darf, oder obihre zunehmende Schwäche oder die Gewalt, welche sie berech-tigt ist über meinen Willen auszuüben, mir nicht gebieten,bei ihr zu bleiben."
„Wo ist diese Verwandte?" fragte Herr Halbcrt Glen-dinning.
„In diesem Hause," antwortete der Jüngling.
„So gehe hin und suche sie auf," versetzte der Ritter vonAvenel. „Es ist mehr als schicklich, cs ist Pflicht, ihr Gut-heißen nachzusuchen. Mehr als Thorheit aber würde es vonihrer Seite sein, wollte sie dasselbe verweigern."
Roland verließ das Gemach, um seine Großmutter auf-zusuchen, und nachdem er sich entfernt, trat der Abt ein.
Die zwei Brüder begegneten sich, wie Brüder, die sichherzlich lieben, aber selten zusammentrcffen. Ihre wechfelsei-