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Wirklich.hatte dcr bis ans Heft hineingestoßene Dolch nurdie Fütterung des falschen Bauches getroffen, der zur Ausstaf-firung des Abtes von Unsinn gehörte, und nur die Heftigkeitdes Stoßes hatte den Ehrwürdigen für einen Augenblick nie-dergestreckt.
Einigermaßen beruhigt durch dieses Mannes Zusicherungenund genötyigt, der Gewalt zu weichen, entfernte sich der Abtan der Spitze seiner Mönche und ließ den Spaßmachern freienSpielraum. So ausgelassen diese auch waren, verfolgten sicihn doch nicht mit dem Hohngcschrci, mit welchem sie ihn An-fangs begrüßt hatten. Des Abtes Rede hatte in Einigen Reue,in Anderen Scham, in Allen ein vorübergehendes Gefühl dcrAchtung erweckt. Sie beobachteten Stillschweigen, bis derletzte Mönch durch die Seitenthür verschwunden war, welchezu ihrer Wohnstätte führte, und selbst dann kostete es erstnoch einige Aufmunterungen von Seiten Eulenspiegels, einigeBocksprünge des Pferdchens und einige Koller des Drachen, umLen gedämpften Geist der Lust wieder anzufrischen.
„Heda, ihr Herren!" rief der Abt von Unsinn, „warumschaut ihr mich mit solch trübseligen Strohmannsgesichtern an?Wollt ihr euren alten Zeitvertreib aufgebcn, weil ein altesWeib euch von Höll' und Fcgfeuer erzählt hat? Ich dachte,das hättet ihr doch Alles längst in die Brüche fallen lassen. —Lustig aufgespiclt, Trommel und Harfe, Geige und Stockficdcltanzt und seid lustig für heut, sorgen kommt morgen! Bärund Wolf, habt Acht auf euren Gefangenen! Pferdchen spring',Drache zisch', und ruft Halloh, ihr Buben! Jeden Augenblickwerden wir älter, und das Leben ist zu kurz, um cs im Mum-menschanz hinzubringcn."
Diese kräftige Ermahnung hatte den gewünschten Erfolg.