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Thür auf, und setzten nicht nur den Gillon, sondern auch dieandern Gefangenen in Freiheit. ^Darauf nahmen sie mit dembefreiten Schuhmacher ihren Weg nach dem unteren Bogen,um hinauszuziehen, fanden ihn aber verschlossen und zogen wie-der die Hochstraße herauf nach dem Schloßbcrg. Mittlerweilehatten sich Vogt und Amtleute mit ihren Leuten aus GuthricsSchreibstube in das Zollhaus begeben, und schossen, als die Hand-werksgesellen die Hochstraße hcraufkamen, auf diese und todctcnihnen einen Hund und verwundeten einen Gesellen. Daraufkam cs zum Gefecht. Aus der Zollbude wurde geschossen undmit Steinen geworfen und von der andern Seite ward mitHakenbüchsen gegen das Zollhaus gefeuert. So hielten die Ge-sellen den Vogt und die Amtleute von drei Uhr Nachmittagsbis acht Uhr Abends im Zollhause eingcschlossen, und kein Menschaus der Stadt kam, sie zu entsetzen. Die Belagerten schicktenzu den Burgmanncn, daß diese die Gesellen beruhigen möchten.Die Burgmannen machten einen Versuch, aber ohne Erfolg,denn die Gesellen wollten durchaus Rache für die Verwundungdes Ihrigen haben. Endlich kam der Burgvogt herunter undbrachte folgenden Vertrag zu Stande. Vogt und Amtleute ver-zichten auf jede gerichrliche Verfolgung gegen die Gesellen füralle bisherige Vergehen derselben und gebieten ihren Meistern,sic wieder in Dienst zu nehmen. Nachdem dies am Marktkrcuzverkündet war, ging der Haufe auseinander, und Vogt undAmtleute verließen das Zollhaus u. s. w. "
Johann Knox, der diesen Aufruhr weitläufig beschreibt,berichtet, daß derselbe von den Zunftmeistern befördert wurde,welche, unzufrieden mit der Gewalt, welche die Stadtbehördensich über sie anmaßten, Nichts zur Beruhigung der empörtenMenge beitragen wollten. „Sie wollen allein Obrigkeit sein,"sprachen sic; „so mögen sie auch sehen, wie sie allein mit dem