202
Beistandes der seit Kurzem ganz aus ihrer Partei gewähltenstädtischen Behörden, außer Stand, die Wuth des Volks zubändigen, als sie ihm das Recht nehmen wollten, seine Lieb-lingsvorstellung, Robin Hovd, aufzuführcn, wie aus folgendemBericht eines Zeitgenossen hcrvorgeht.
(1561) „Am 21. Juni forderten Archibald Douglas vonKilspcndic, Bogt zu Edinburg, David Symmcr und AdamFullartoun, Amtleute der Stadt, den Schuhknecht Jakob Gillonvor, welcher wegen gesetzwidriger Lheilnahme an Aufführungdes Robin Hood verhaftet war, und stellten ihn vor ein Ge-richt, welches sie aus ihren Anhängern gewählt hatten. DiesGericht verurthcilte ihn nach kurzer Berathung, für besagtesVerbrechen gehenkt zu werden. Die Zunftmeister, einen Aufruhrbefürchtend, baten dringend besagten Bogt und Amtleute, undredeten deshalb auch mit dem Prediger Johann Knox, daß dieVollziehung des Urthcils verschoben werden möchte, bis sie demHerzog die Sache vorgctragen hätten. Wenn dieser das Urtheilbestätige, dann wollten sie, die Zunftmeister, ihm den Schuldi-gen überliefern. Vogt und Amtleute antworteten, sic könntenden Lauf des Rechts nicht hemmen. Als nun die Zeit kam,daß der arme Mensch gehenkt werden sollte, und der Henkermit der Leiter sich dem Galgen näherte, an welchem der Schuh-macher aufgehenkt werden sollte, griffen andere Handwerksge-sellen, welche mit besagtem Gillon wegen der Aufführung desRobin Hood in Untersuchung gewesen waren, zu den Waffenund rissen, unterstützt von ihren Freunden, den Galgen nieder,und jagten dann den Vogt und die Amtleute sammt Alex.Guthrie in besagten Alexanders Schreibstube und ließen sie nichtheraus. Dann zogen sie vor das Zollhaus, und da dies ver-schlossen war, und sie die Schlüssel nicht bekommen konnten,brachen sie vor den Augen des Bogts und der Amtleute die