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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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eine Insul von Leder, geschmückt mit falscher Stickerei und mitzinnernen Füttern. Unter dieser Mütze sprang eine ungeheureNase hervor, eben so reich an Karfunkeln, wie die Insul anköstlichen Iicrrathen. Sein Rock war von Steifleinen, sein Chor-hemd von Segeltuch wunderlich bemalt und ausgezackt. Inder rechten Hand trug er den Hirtenstab, in der Linken einenSpiegel mit einem Griffe und auf der Schulter das bemalteBild einer Eule. Durch letztere Stücke glich er einem berühm-ten Spaßmacher, dessen ins Englische übersetzte Geschichten einstvon dem Volke mit Begierde gelesen wurden, und wovon nochAbdrücke in gothischer Schrift, der Bogen zu zwölf Gulden zuhaben sind.

Die nächsten Begleiter dieses Schein - Würdenträgers wa-ren ebenfalls poffirlich hcrausgeputzt, so daß sie eben so denWürdenträgern des Klosters ähnlich sahen, wie ihr Anführerdem Abte. Sie folgten ihrem Anführer in geordnetem Zugeund hinter ihnen kam die bunte Menge in die Kirche geströmtunter dem Rufe: Platz! Platz! für den ehrwürdigen PaterEulenspiegel, den gelehrten Mönch von Unfug und den hoch-würdigen Abt von Unsinn!"

Die mißtönenden Klänge erhoben sich wieder. Die Knabenschrieen und heulten, die Männer lachten und riefen Halloh,die Weiber kicherten und quiktcn, die wilden Thiere brüllten,der Drache brodelte und zischte, das Pferdchen wieherte, stiegund machte Bockspringe und die Ucbrigen hüpften und frohlock-ten und sprangen mit ihren benagelten Schuhen auf den Stein-platten herum, daß man überall die Spuren ihrer Tritteglänzen sah.

Es war ein Auftritt, bei welchem einem gleichgültigen Zu-schauer hätte Hören und Sehen vergehen können. Die Mönchewußten, daß ein großer Theil des Vergnügens dieser Menge