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Geistlichkeit zu spät die Bedenklichkeit der hergebrachten Posscn-spielc, in welchen sie und Alles, was sie heilig hielten, lächerlichgemacht wurde. Selbst weniger feine Köpfe, als die katholischenPriester, erkannten, daß dieselben Handlungen eine ganz andereBedeutung haben, wenn sie im Geiste des Hohnes und Hasses,als wenn sie lediglich im Ucbcrmaß rohen und unbändigen Froh-sinns verrichtet werden. Sie bemühten sich daher endlich, da,wo ihnen noch ein Rest von Einfluß geblieben war, der Er-neuerung dieser unziemlichen Lustbarkeiten entgegen zu wirken.Hierin vereinigte sich mit der katholischen Geistlichkeit der größteTheil der reformirtcn Prediger, bei wechen der Abscheu vor derSittenlosigkcit und Frevelhaftigkeit vieler dieser Darstellungendie Neigung übcrwog, von dem Umstande Vorthcil zu ziehen, daßdie katholische Kirche sammt ihren Bräuchen dabei ins Lächerlichegezogen wurde. Aber es dauerte lange, bis diese anstößige undsittenlose Kurzweil abgeschafft wurde. Die rohe Menge hing anihren Belustigungen, und in England wie in Schottland mußtedie Insul des katholischen, der Chorrock des reformieren Bischofsund der Mantel und Kragen des Ealvinischen Predigers demNarrenpapstc, dem Kinderbischofe und dem Abte von Unsinnnoch oft Platz machen. *)
Die letzte der genannten Personen näherte sich jetzt in vol-lem Schmucke der großen Thüre der Kirche von S. Marien, alslebendige Earicatur des geistlichen Oberen, den er am Tage sei-ner Einsetzung, in Gegenwart seiner Geistlichkeit, im Chor seiner» Kirche zum Besten zu halten kam. Der Schein - Würdenträgerwar ein stämmiger, untersetzter Kerl, dessen feiste Gestalt durcheinen wohlausgestopftcn Bauch grotesk gemacht war. Er trug
') Aus der anziehenden Novelle Anastasius scheint liervoezugehen, daßdieselben burlesken Gebräuche auch in der griechischen Kirche stattsanden.