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hatten die Gesichter bemalt und die Hemden über die anderenKleider gezogen; wieder Andere hatten sich mit Pappendeckelund Bändern herausgcputzt. Die, welche sich auf dem kürzestenWege vermummen wollten, hatten ihre Gesichter geschwärzt undihre Wämser umgewandt «„gezogen.
Die Pause, welche die Masken machten, wie cs schien, umeine hohe Person zu erwarten, gab der kleinen Versammlung inder Klosterkirche Zeit, alle diese Verrücktheiten mit Muße zubetrachten. Die Bedeutung des Spuks war ihnen kein Räthsel.
Die meisten Leser werden wissen, daß in früheren Zeiten,während die römische Kirche noch in der Blüthc ihrer Machtstand, diese Kirche solche Ausgelassenheiten, wie die Bewohnervon Kcnnaquhair und der Umgegend jetzt trieben, nicht nurduldete, sondern selbst ermunterte, und daß dem gemeinen Volkegelegentlich »erstattet war, durch bald kindische, bald unsittlicheSpäße sich für die, ihnen zu andern Zeiten aufgelegten, Bußenund Entbehrungen zu entschädigen. Am liebsten wählte man vieBräuche der Kirche als Gegenstände aus, die man in's Lächer-liche ziehen wollte, und, sonderbar genug, mit Genehmigungder Kirche.
So lange die Priesterherrschaft in voller Kraft und mitallem ihrem Glanze bestand, scheint dieselbe von der unziemlichenVertraulichkeit des Volkes mit heiligen Dingen keine schlimmenFolgen befürchtet zu haben. Sie betrachteten die Laien etwawie einen Karrcngaul, welchem man zuweilen erlaubt, sichauf grüner Weide lustig zu machen und in plumpen Sprüngennach seinem Herrn auszuschlagen, der aber deswegen nicht we-niger geduldig sich nachher wieder dem Zaume und.der Peitscheseines Treibers unterwirft. Als aber die Zeiten sich änderten,als Zweifel an der katholischen Lehre und Haß gegen die Pric-stcrschaft eine reformirte Partei bildeten, da entdeckte die