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Es erfolgte eine augenblickliche Stille und dann ein lautesLachen. Endlich antwortete eine Stimme: „Wir begehren Ein-laß in die Kirche, und wenn die Thür geöffnet ist, werdet Ihrsehen, wer wir sind."
„Auf wessen Geheiß verlangt Ihr Einlaß?" fragte Am-brosius.
„Auf Geheiß des ehrenfesten gnädigen Herrn Abtes vonUnsinn," antwortete die Stimme draußen, und das darauf-folgende Gelächter schien zu beweisen, daß hinter der Antwortein großer Spaß steckte.
„Ich weiß nicht, was Ihr meint und bemühe mich nicht,es zu erfahren," versetzte der Abt; „denn cs ist wahrscheinlichetwas Unziemliches. Geht in Gottes Namen und laßt seineDiener in Frieden. Ich spreche dies als der, so hier zu be-fehlen hat."
„Oeffnet das Thor," rief eine andere rohe Stimme, „dannwollen wir unsere Ansprüche gegeneinander halten und Euch,Herr Mönch, einen Oberen zeigen, dem wir Alle gehorchenmüssen."
„Brecht die Thüren auf, wenn er noch weitere Umständemacht," rief ein Dritter. „Nieder mit den aasigen Mönchen,welche uns unser Recht nehmen wollen!" Hierauf allgemeinerRuf: „Unser Recht! Unser Recht! Schlagt die Thüren zusam-men und die faulen Mönche dazu, wenn sie sich widcrsctzen!"
An die Stelle des Klopfens traten jetzt die Schläge schwe-rer Hämmer, welchen die Thüren, so. stark sie auch waren,nicht lange widerstanden haben würden. Der Abt, welcher sähe,daß Widerstand vergeblich war, und nicht Lust hatte, die An-greifer zu erbittern, bat dringend um Ruhe und erlangte end-lich mit Mühe Gehör. „Kinder," sprach er, „ich will euchvor Begehung einer großen Sünde bewahren. Der Pförtner