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5 (1851) Der Abt
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beerdigt hatte, war der Schutt weggeräumt. Uebcr PaterNiclas war ein Stein gelegt, welcher meldete, daß er Profeßgethan unter Abt Jngclram, dessen er so oft gedacht hatte.Ein anderer, später gelegter, flacher Stein deckte den LeichnamPhilipps des Küsters, berühmt durch seine Wasserfahrt mitdem Gespenst von Avenel. Ein dritter Stein, der neueste,zeigte die Umrisse einer Insul und die Inschrift: Hic gncstLustntius ^bbas *). Einen Zusatz des Lobes seiner Gelehr-samkeit und seines Eifers für die katholische Kirche hatte mannicht zu machen gewagt.

Magdalene Graeme las nacheinander die kurzen Inschriftendieser Grabsteine und verweilte länger bei dem des Abtes.Zurguten Stunde für dich," sprach sie,aber zur schlimmenStunde für die Kirche bist du abgerufen worden. Laß deinenGeist bei uns sein, heiliger Mann! ermuthigc deinen Nachfol-ger, in deinen Fußtapfen zu wandeln, gieb ihm deine kühneErfindsamkeit, deinen Eifer und deine Bedachtsamkeit. InFrömmigkeit steht er selbst dir nicht nach."

Während sie so sprach, öffnete sich eine Thür, welchedurch einen Gang nach der Abtswohnung führte. Dies ver- -kündete das Herannahen der ehrwürdigen Bäter nach dem Chore,wo sie ihren erwählten Oberen auf den Hochaltar führenwollten.

In früheren Zeiten war dies eins der glänzendsten unterden vielen Schauspielen, welche die römische Kirche ersonnenhatte, um die Ehrfurcht der Gläubigen anzulocken. Die Zeit,während welcher die Abtei erledigt war, galt als eine Zeit derTrauer, oder in ihrer sinnbildlichen Ausdrucksweise, als Zeitder Wittwenschast. Diese Trauerzert verwandelte sich in Lust

*) Hier liegt Abt Eustachius.Der Abt. I.

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