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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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reine Bauart verrieth, daß die Kirche, aus dem Anfänge desvierzehnten Jahrhunderts, der besten Zeit der gothischen Bau,kunst, hcrrührtc- Aber die Nischen waren ihrer Bilder be-raubt hier im Innern, wie außen, und die Wuth des Zerstörrens hatte die Gräber von Kriegern und Fürsten sowohl ge-troffen, wie die Altäre des Götzendienstes. Große alterthüm-lichc Schwerter und Lanzen, welche über den Gräbern alterHelden gehangen hatten, , lagen jetzt auf der Erde unter denResten von Weihgeschenkcn, welche fromme Pilger zur Ver-herrlichung der sterblichen Ueberrcste ihrer Schutzheiligen dar-gebracht hatten, Bruchstücke der Bildsäulen von Rittern undFrauen in knicendcr und liegender Stellung über ihren Grä-bern lagen vermischt mit den Trümmern von ausgemeißeltcnHeiligen und Engeln, welche die Gewaltthätigkcit von ihrenStandorten herabgestürzt hatte.

Das bedenklichste Anzeichen war, daß, nachdem diese Ge-waltthätigkeitcn nun doch schon seit vielen Monaten verübtwaren, die Mönche so sehr allen Muth und alle Entschlossen-heit verloren hatten, daß sie nicht einmal wagten, den Schuttwegzuräumcn und der Kirche wieder ein einigermaßen anstän-diges und ordentliches Ansehen zu geben, was ohne viele Mühehätte geschehen können. Aber Schrecken hatte den Muth desschwachen Restes einer ehedem so mächtigen Körperschaft ge-lähmt, und im Bewußtsein, daß man sie nur noch mitleidigin ihrem alten Sitze duldete, wagten sie keinen Schritt, derals eine Behauptung ihrer alten Rechte hätte gedeutet wer-den können, und begnügten sich mit der geheimen Uebungihrer gottesdienstlichen Bräuche mit möglichster, Vermeidungalles Aufsehens.

Einige der älteren Brüder waren unter dem Drucke die-ser schweren Zeiten ins Grab gesunken, und da, wo man sic