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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Heute noch hoff ich wichtige Nachrichten zu hören, Zaudrenicht; vorwärts! Die Zeit ist kurz, das Gericht gewiß."

So begann sie wieder fortzuschrciten auf dem nach derAbtei führenden Pfade einem Pfade, der ehedem sorgfältigdurch Pfosten und Pfähle bezeichnet war, um den Pilger zurechtzu weisen. Aber diese Zeichen waren jetzt ausgerisscn und zer-stört. Nach einem halbstündigen Gange befanden sie sich vordem einst prächtigen Kloster, dessen Kirche zwar noch unversehrtdastand, dessen übrige Theile aber der Wuth der Zeiten nichtentgangen waren. Die lange Reihe von Zellen und Zimmernfür die Mönche in zwei Seiten des großen Vierecks war fastganz verfallen. Das Innere war durch Feuer verwüstet, dessenWuth nur die massiven Außenwände hatten widerstehen können.Das Haus des Abtes, welches die dritte Seite des Vierecks bil-dete, hatte zwar einige Beschädigungen erlitten, war aber nochbewohnt von den wenigen Brüdern, welche man noch zu Kcn-naquhair bleiben ließ, mehr indem man ein Auge zudrückte, alsmit förmlicher Genehmigung ihres Fortbestehens als Brüder-schaft. Ihre stattlichen Wirthschaftsgebäudc, ihre schönen Güter,ihre prächtigen Krcuzgängo waren insgesammt verfallen, und einLheil der Baustoffe war von Leuten im Dorfe und in der Nach-barschaft weggcholt worden, welche, ehedem Untcrthanen desKlosters, keinen Anstand nahmen, sich einen Theil der Beutezuzueignen. Roland sah, wie Bruchstücke von herrlich ausge-hauenen gothischen Pfeilern in den elendesten Hütten die Stellevon Lhürpfostcn oder von Schwellen an einem Kuhstall ver-traten. Die Kirche selber war weniger beschädigt, als die übri-gen Klostcrgcbäude. Aber die Bilder, welche einst die Nischenzwischen den vielen Säulen und Strebepfeilern ausgefüllt hatten,waren als Götzenbilder heruntergerissen worden ohne viele Rück-sicht auf die prächtigen Uebcrwölbungen und Fußgestclle. Es wäre