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über Heilige und Sacramcnte ist noch ein treues Häuflein ge-blieben."
„Das ist wahr, Mutter," versetzte Roland; „aber mirkommt es vor, als könnte es uns nur wenig helfen. Seht Ihrnicht, daß alle die, welche Eisen an der Seite tragen, und die,denen man anmerkt, daß sie von höherem Stande sind, an unsvorbcistrcichen, wie an den geringsten Bettlern? Denn die,welche uns Zeichen von Theilnahme geben, sind die Acrmstenunter den Armen, die Elendesten unter den Dürftigen, welcheweder Brod mit uns zu theilen, noch ein Schwert zu unscrmSchutze haben, noch Befähigung das Schwert zu gebrauchen,wenn sie cs besäßen. Der arme Wicht, welcher zuletzt mitsolcher Andacht vor Euch gekniet hat, und welcher im Innerenvon Krankheit, äußerlich von Hunger ausgemergclt scheint —dieser bleiche, zitternde, jämmerliche Wicht, kann der Etwashelfen bei den großen Planen, die Ihr im Sinne führt?"
„Sehr viel, mein Sohn," antwortete die Alte milder, alsder Jüngling vielleicht erwartete. „Wenn dieser fromme Sohnder Kirche von dem Altar von S. Ringan zurückkehrt, zu wel-chem er jetzt auf meinen Rath und unter dem Beistände from-mer Katholiken wallfahrtet, — wenn er zurückkehrt, geheiltvon seiner verzehrenden Krankheit, gesund und kräftig, wirddann der Ruhm seiner Gläubigkeit und der wunderbare Lohnderselben nicht lauter zu den Ohren dieses bethörtcn Volkes vonSchottland reden, als der Lärm, welcher allwöchentlich auftausend ketzerischen Kanzeln gemacht wird?"
„Ja, Mutter, ich fürchte nur, mit der Hand des Heiligenist's vorbei. Wir haben seit langer Zeit nicht gehört, daß derHeilige ein Wunder gethan hätte."
Die Alte heftete einige Augenblicke schweigend den Blick