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am Ende sicher zerquetschen wird. Ich sage dem Opfer, dasmit mir fallen wird, Lebewohl!"
Sie sprach dies in einem Tone tiefen Gefühls, welchergänzlich von ihrem gewöhnlichen leichten Wesen verschieden war,und bewies, daß unter der Oberfläche jugendlicher Flatterhaf-tigkeit und gänzlicher Unerfahrenheit mehr Verstand und Ge-fühl verborgen war, als ihr bisheriges Benehmen an den Taggelegt hatte.
Die Aebtissin verließ schweigend mit ihr das Gemach. Diebeabsichtigte Zurechtweisung erstarb ihr auf der Zunge, und derahnungsvolle Ton, in welchem ihre Nichte guten Abend ge-sagt hatte, schien sie ergriffen zu haben. So ging sie voranin das Zimmer, wo sie zuvor gewesen waren, und in welchemeinige kleine Erfrischungen, wie die Aebtissin cs nannte, berei-tet waren, bestehend in Milch und Gcrstenbrod. MagdalencGraeme kam auf erhaltene Einladung aus einem anstoßendenGemache, Katharine aber ließ sich nicht mehr sehen. Währenddes kurzen Mahles ward wenig gesprochen, und nach Beendi-gung desselben ward Roland in die nächste Zelle entlassen, woihm sine Lagerstätte bereitet war.
Die sonderbaren Umstände, in welchen er sich befand, hat-ten die gewöhnliche Wirkung, daß sie sein baldiges Einschlafenverhinderten. Ein anhaltendes Murmeln in dem Gemach, wel-ches er verlassen hatte, ließ ihn vermuthen, daß die beiden al-ten Weiber bis spät in die Nacht ihre Bcrathung fortsetztcn.Er hörte, wie sie sich trennten, und wie die Aebtissin sagte:„Mit einem Worte, Schwester, ich verehre Euren Charakterund die Gewalt, mit welcher m^ine Obern Euch bekleidet ha-ben. Doch scheint es mir, wir sollten, bevor wir diesen ge-fährlichen Weg betreten, einen oder den andern unter denVätern der Kirche zu Rathe ziehen."