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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Und wie und wo sollen wir einen getreue» Bischof oderAbt finden, bei welchem wir uns Raths erholen könnten'?"entgcgnete Magdalcne.Der getreue Eustachius ist nicht mehr;er ist entrückt einer Welt voll Ucbcl und der Tyrannei derKetzer. Möge Gott und Unsere liebe Frau ihn von seinenSünden loszählen und die Büßung seiner menschlichen Schwä-chen abkürzen! Wo sollen wir einen Anderen finden, mit wel-chem wir zu Rathe gehen könnten?"

Gott wird für seine Kirche sorgen," erwiderte die Acb-tissin,und die getreuen Väter, welche noch in dem Gottes-Hause zu Kennaquhair geduldet sind, werden zur Wahl einesAbtes schreiten. Sie werden den Stab nicht fallen, die Insulnicht im Winkel stehen lassen auf die Drohungen der Ketzereihin."

Das werd ich morgen erfahren," sprach MagdaleneGracmc.Doch wer übernimmt jetzt auch nur für eine Stundeein Amt anders, als um mit den Räubern Theil an der Plün-derung zu nehmen? Der morgende Tag wird uns sagen, obEiner der tausend Heiligen, die aus diesem Gotteshause hcrvor-gegangen sind, noch ferner auf dasselbe in seinem Elend hcrab-blickt. Lebe wohl, Schwester; zu Edinburg treffen wir uns."

Ijeneäicitv!" antwortete die Aebtissin, und Beide trenn-ten sich.

Also nach Kennaquhair und nach Edinburg geht unserWeg," dachte Roland.Diese Kunde Hab' ich durch eineschlaflose Stunde gewonnen. Das paßt ganz zu meinen Ab-sichten. Zu Kennaquhair werd' ich den Pater Ambrosius se-hen, zu Edinburg gedenk' ich Mittel zu finden, mir einenWeg in der Welt zu bahnen, ohne meine liebreiche Alte längerzu belästigen. Und zu Edinburg werd' ich auch die kleineHere von Novize wieder sehen mit ihren blauen Augen und ih-