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doch Roland sein Herz freudig klopfen bei dieser Aufforderung,welche seiner Meinung nach zn einem weiteren tvls-ü-tvl«zwischen ihm und der hübschen Novize führen mußte. Alleiner hatte sich abermals verrechnet. Es schien, Katharine hattenicht Lust, ihm in diesem Stück zu Willen zu sein. Sei es,daß Zartgefühl sie bestimmte oder Eigensinn oder eine der un-bestimmten Schattirungcn zwischen beiden, mit welchen dieWeiber gern das rauhere Geschlecht quälen und zugleich fes-seln, — genug sie erinnerte die Acbtissin, daß sie eine Stundevor der Vesper sich entfernen müsse. Die Oberin nickte als-bald beifällig, und sie stand auf, um wegzugehen. Bevor siedie Gesellschaft verließ, machte sie eine Verneigung gegen di«Frauen, indem sie die Kniee so weit bog, bis ihre Hände die-selben erreichten. Eine geringere Vorbeugung machte sie gegenRoland, indem sie den Oberleib ein wenig vorwärts und denKopf ein wenig herabsenkte. Sie that dies mit allem Anstand;doch der, welchem der Gruß galt, glaubte in ihrem Weseneine boshafte Freude über seine Täuschung zu bemerken. „DerTeufel hole das vorwitzige Ding!" — dachte er, obwohl dieGegenwart der Aebtissin solche unheilige Gedanken hätte unter-drücken sollen; — „sie ist so hartherzig wie die lachende Hyäne,von der in den Geschichtsbüchern erzählt wird. Sie hat eineGesinnung, die ich ihr wenigstens diese Nacht nicht vergessenwerde."
Die alten Damen zogen sich gleichfalls zurück, nachdem siedem jungen Menschen bedeutet hatten, daß er unter keinerBedingung sich vom Kloster entfernen, noch sich an den Fen-stern zeigen solle, weil (sagte die Acbtissin) die rohen Ketzer jedeGelegenheit ergriffen, den geistlichen Orden Aergerniß zu geben.
„Das ist ärger als die Strange von Meister HeinrichWarden selber," sprach Roland, als er sich allein befand.