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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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soll

drücken, so daß sie oft sprach, wo sie besser gethan hätte, zuschweigen.

Euer Enkel ist so versessen auf die Reise, von der Ihrsprecht, daß er eben davon sprach, augenblicklich aufzubrechcn."

Das ist jetzt Boreiligkeit bei dir, Roland," sprach dieDame,so wie gestern übermäßige Langsamkeit zu bemerkenwar. Die rechte Mitte liegt im Gehorsam, welcher das Zei-chen zum Aufbruch abwartet, und ihm gehorcht, wenn er csvernimmt. .Aber nochmals, Kinder, habt Ihr gegenseitig EureGesichter so betrachtet, daß ihr, in welcher nothgedrungencnVerkleidung ihr euch auch treffen mögct, stets Eins in demAndern den geheimen Arbeiter an dem mächtigen Werk er-kennt, zu dem ihr Euch vereinen sollt? Betrachtet Euch einan-der, macht euch bekannt mit jedem Zug in dem Gesicht des An-dern. Lernt am Tritt, an der Stimme, an den Bewegun-gen der Hand, am Blick von jedem Dritten den Genossen unter-scheiden, den der Himmel gesandt hat als Beistand in Voll-bringung seines Willens. Wirst du dies Mädchen wiedererken-nen, wann und wo du sie triffst, Roland Granne?"

Roland bejahte eben so unbedenklich wie wahrheitgemäß.

Und du, meine Tochter, wirst du dich der Gesichtszügedieses Jünglings erinnern?"

Mutter," versetzte Katharine Scyton,ich habe in derletzten Zeit nicht so viele Männer gesehen, daß ich sogleich Eu-ren Enkel vergessen sollte, obwohl ich Nichts an ihm bemerke,was besonderer Erinnerung werth wäre."

So gebt euch die Hände, meine Kinder," sprach Magda-lene Graeme. Hier aber trat Mutter Brigitte dazwischen, de-ren Klostcrvorurtheile während dieses ganzen Gesprächs immermehr erregt worden waren, und deren Unbehagen nun auf'sHöchste gesteigert war.