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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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knabcns! Und wovon meint Ew. Gestrengen, daß wir lebensollten? Vom Singen von Gassenlicdern, von Beutelschneidcnoder von Großthaten auf der Landstraße? denn das würdenvermuthlich Eure besten Fundgruben sein."

Was Euch gefällt, Ihr hochmütiges Schooskind!"antwortete Roland, sehr verdrießlich über den kalten, unbe-fangenen Spott, mit welchem sein toller Vorschlag ausgenom-men wurde. Und während er so sprach, verfinsterte sich aber-mals die Glasthür durch die Gestalten der beiden Weiber undzugleich ging sie auf, und hereintratcn Magdalena Graemeund die Mutter Aebtissin, wie wir sie jetzt nennen müssen.

Zwölftes Kapitel.

Nein, Kör' mich, Bruder; ich bin älter, weiserUnd beiliger denn du. Verstand und WeisheitUnd Heiligkeit bestem großes Recht,

Das heischt, daß man ste hört.

Altes Schauspiel.

Nachdem die Frauen cingetrctcn waren und dem im vori-gen Kapitel mitgetheilten Gespräch ein Ende gemacht hatten,wandte sich Dame Magdalena Graeme an ihren Enkel und andessen hübsche Gesellschafterin mit folgenden Worten:HabtIhr mit einander gesprochen, Kinder? Seid ihr mit einanderbekannt geworden als Reisegefährten auf demselben, dunkclen,ungewissen Pfad, die der Zufall zusammcngcführt hat und diesich bemühen, die Sinnesart derer kennen zu lernen, welcheihre Gefahren zu theilen haben?"

Dir muntere Katharine konnte selten einen Scherz unter-