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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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knappte Rehe und bestahl den Garten. Ich sage Nichts da-von, daß ich dem Kaplan allerlei Schabernack anthat, denn daßwar Pflicht für mich, als einen guten Katholiken."

Nun, so wahr ich ein Edelfräulein bin," sprach Katha-rine,ich glaube, diese Ketzer haben katholische Buße gethan,indem sie einen so vortrefflichen Dienstmann unterhielte»! Undwas, schöner Herr, war wohl die unglückliche Begebenheit,welche sie eines so schätzbaren Hausgenossen beraubt hat?"

Schönstes Fräulein," antwortete der Jüngling,dasSprichwort sagt, auf jedem Weg findet sich ein Wegweiser, undso hat man mich endlich weggewiescn."

Das Wortspiel ist nicht übel," cntgegnete das lustigeMädchen.Und welche Veranlassung fand sich zu einer sowichtigen Katastrophe? Nein, erschreckt nicht über meinegelehrten Redensarten-, ich kenne die Schüler. Deutlich ge-sprochen: Warum hat man Euch fortgeschickt?"

Roland zuckte die Achseln und antwortete:Eine kurzeGeschichte ist bald erzählt, und. ein kurzes Pferd bald gestrie-gelt. Ich ließ des Falkners Jungen meine Gerte schmecken,der Falkner drohte, mich seinen Prügel versuchen zu lassen.Er ist ein eben so guter als handfester Kerl, und wenn ichdie Wahl gehabt hätte, hätt' ich mich lieber von ihm prügelnlassen, als von irgend einem andern Mann in der Christen-heit; aber damals kannte ich seine guten Eigenschaften nochnicht. Also drohte ich, ihn den Dolchstich kosten zu lassen,und meine gnädige Frau ließ mich das: Geh' fort! kosten.Und so hieß es: Leb'wohl, Edelknabendienst, leb' wohl, schönSchloß Avenel. Ich war nicht lange gewandert, so traf ichmeine ehrwürdige Verwandte. Meine Geschichte ist aus; jetzterzählt die Eure, schönstes Fräulein."

Eine glückliche Großmutter," bemerkte das Mädchen,