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Katharine. „Und was habt Ihr in besagtem Schloß gelernt?Ich mag gar gern wissen, was meine Bekannten im Nothfallthun können."
„Einen Habicht fliegen lassen, einem Jagdhund zurufen,ein Pferd reiten, Lanze, Bogen und Schwert gebrauchen."
„Und Euch Alles dessen zu rühmen, nachdem Ihr es ge-lernt habt," fügte Katharine hinzu. „Das ist wenigstens inFrankreich die gewisseste Fertigkeit eines Edelknaben. Aberweiter, schöner Herr. Wie kam Euer hugenottischer Herr undEure nicht minder hugenottische Frau dazu, eine so gefährlichePerson, wie einen katholischen Edelknaben, ins Haus zu neh-men und darin zu behalten?"
„Darum, weil sie diesen Theil meiner Geschichte nichtkannten, welchen ich von Kind auf gelehrt war geheim zu hal-ten, und weil der frühere fleißige Kirchcnbesuch meiner Groß-mutter bei ihrem ketzerischen Kaplan jeden Verdacht einge-schläfert hatte, allcrschönste Kallipolis," sprach der Jünglingund rückte seinen Stuhl der Fragerin näher.
„Rein, bewahret Euren Abstand, galanter Herr," ent-gegnete das blauäugige Kind; „denn wenn ich nicht sehr irre,werden diese ehrwürdigen Damen bald unser freundschaftlichesGespräch unterbrechen, wenn es den Anschein gewinnt, alswollte die von ihnen empfohlene Bekanntschaft einen gewissenPunkt überschreiten. Also, schöner Herr, laßt cs Euch gefallen,in Eurer Stellung zu verharren und auf meine Fragen zuantworten. — Durch welche Thaten habt Ihr die so glücklicherlangten Fähigkeiten eines Edelknaben bewährt?"
Roland, in den Ton der Jungfer einstimmend, antwor-tete mit passender Ungezwungenheit: „In keiner Lhat, schönesFräulein, ward ich ungeübt befunden, worin Unheil enthaltenwar. Ich schoß Schwäne, jagte Katzen, erschreckte die Mägde,
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