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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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-Sie blickte den jungen Roland an und flüsterte ihrer

Freundin Etwas ins Ohr.

Sei unbesorgt," erwiderte Magdalene.Es ist nothwen-dig und erlaubt. Sei unbesorgt seinetwegen. Ich wollte, erwäre eben so fest in dem Glauben, in welchem allein Heil ist,wie er frei ist von niederträchtigen Gedanken, Reden und Tha--tcn. Darin, Schwester, ist die Zucht der Ketzer zu loben, daß siedie Kinder in strenger Sittlichkeit erziehen und der jugendlichenLhorheit jeden Zugang wehren."

Es ist bloß ein Reinigen der Außenseite des Bechers,"entgcgnete ihre Freundin,ein Uebcrtünchcn des Grabes,doch, da,Ihr es für gefahrlos und passend haltet, so soll er un-sere Katharine sehen. Kommt, junger Mensch!" fügte sie hin-zu und führte langsamen Schrittes ihre Gäste aus der Vorhalledurch mehre winklige Gänge und öde Zimmer. *

Während dieses Weges überlegte sich Roland seine Lageund fand dieselbe bei seiner feurigen Gemüthsart nichts wenigerals angenehm. Es schien, als habe er jetzt zwei Gebieterinnenstatt einer Beide alte Weiber, Beide, wie cs schien, in Ueber-cinstimmung, um seine Schritte nach ihrem Gutdünken zu len-ken und ihn zur Ausführung von Planen zu gebrauchen, überdie man ihm.jede vorläufige Auskunft vorenthielt. Dies warseiner Meinung nach zu viel. Denn welchen Anspruch auchseine Großmutter immer haben mochte, seine Schritte zu leiten,so konnte er doch nicht absehcn, mit welchem Recht sie ihre Ge-walt auf eine andere Person übertragen oder mit dieser theilenkonnte. Und diese Person schien schon ohne Umstände denselbenTon einer unumschränkten Gebieterin über ihn anzunehmen.

Das darf nicht so fortgehen," sprach er für sich.Ichwill nicht mein ganzes Leben lang nach der Weiber Pfeife tan-zen, gehen, wenn Eine mich's heißt, kommen, wenn Eine lnich