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linge hcgcn. Sie wollte ihn Nichts thun lassen, was ihreSorgfalt vor langen Jahren für ihn gcthan hatte, und eswar, als betrachtete sie den aufgeschossenen Jungen als ebenso sehr ihrer Obhut bedürftig, wie das Waisenkind, welchesihrer mütterlichen Aufmerksamkeit Alles verdankt hatte.
„Was hast du jetzt zu essen?" fragte sic, nachdem sie ausder Kapelle in die verlassene Wohnung des Priesters hinübcr-gegangen waren. „Vermagst du ein Feuer anzuzünden, umdich gegen die rauhe Nachtluft zu schützen? Armes Kind! Duhast dich schlecht vorgesehen für eine lange Reise, und du bistnicht geübt, dir durch Erfindsamkeit zu helfen, wo die Mittelspärlich sind. Aber unsere liebe Frau hat dir eine Person an dieSeite gestellt, die mit dem Mangel in allen seinen Gestaltenso vertraut ist, wie sic es früher mit Uebcrfluß und Glanz ge-wesen war. Und mit dem Mangel, Roland, kommen die Künste,zu deren Erfindung er treibt."
Mit einer Emsigkeit, welche sonderbar gegen den erhabenenTon ihrer früheren Reden abstach, begab sie sich an die häus-lichen Geschäfte. Aus einer, unter ihrem Gewand verborgenenTasche holte sic Stahl und Stein hervor und bald loderte aufdem Herde der öden Zelle ein lustiges Feuer aus den Splittern,welche die Verwüstung hier verstreut hatte, jedoch mit sorgfäl-tiger Ausnahme derer, die von dem Bild des heiligen Cuthbcrtabgefallen waren.
„Also jetzt die nöthige Speise herbei!" sprach die Alte.
„Denkt daran nicht, Mutter," versetzte Roland, „voraus-gesetzt daß Ihr nicht selber Hunger habt. Für mich ist cs eineKleinigkeit, einen Abend zu fasten, und zugleich wäre cs einekleine Buße für meine nothgcbrungcne Uebcrcrctung der Vor-schriften der heiligen Kirche während meines Aufenthaltes imSchloß."