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5 (1851) Der Abt
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Ich selber konnte ihm Nichts darüber sagen;" antworteteRoland,ich wußte nur dunkel aus dem, was Ihr mir gesagthattet, daß Herr Halbert Glendinning im Besitze meines Erbesist, und daß ich von so edlem Blut bin, wie cs nur irgend inden Adern eines schottischen Freiherrn rollt. Solche Dingelassen sich nicht vergessen. Aber nähere Auskunft muß ich jetztvon Euch erwarten."

Wenn die Zeit dazu gekommen ist, sollst du dieselbe nichtvergebens begehren. Aber, mein Sohn, die Leute sagen, du seistkühn und heftig, und solchen Gemüthcrn darf man nicht soleicht anvertrauen, was sie heftig erregen kann."

Sagt lieber, Mutter," entgcgnctcRoland,daß ich schläfrigund kalt bin. Welcher Geduld solltet Ihr den nicht fähig fin-den, der Jahre lang zuhören konnte, wie seine Religion zumSpott und Gelächter gemacht wurde, ohne, dem Lästerer denDolch ins Herz zu ßoßen?"

Beruhige dich, mein Kind," erwiderte Magdalene Graeme.Die Zeit, welche zuweilen Geduld erfordert, wird bald zumAugenblick der Thal reifen. Große Ereignisse sind im Werke,und du du sollst deinen Antheil haben an der Förderungderselben. Du hast den Dienst der Frau von Avenel ver-lassen?"

Ich bin desselben entlassen, Mutter. Ich habe cs daraufankommen lassen, daß man mich fortschickte, wie den geringstenKnecht."

Um so besser, mein Kind," sprach die Alte,um destoabgehärteter wird dein Herz sein, das zu unternehmen, wasgeschehen muß."

Es darf aber nichts gegen die Frau von Avenel sein, wieEure Blicke und Worte anzudcutcn scheinen," cntgcgnete der

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