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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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Du hast," sprach sie,den Vogel in deinem Busen wohlbewahrt.*) Als Knabe, als Jüngling hast du fest am Glaubengehalten unter Ketzern, hast dein und mein Gehcimniß bewahrtunter deinen Feinden. Ich habe geweint, als ich von dirschied, ich, die ich selten weine, habe Thränen vergossen, nichtsowohl, weil ich deinen Tod, als weil ich Gefahr für deineSeele befürchtete. Ich habe cs nicht gewagt, dich zum Ab-schied zu sehen, mein Schmerz, mein übcrströmcnder Schmerzwürde mich diesen Ketzern verrathcn haben. Aber du bist treugewesen. Kniee nieder, vor dem heiligen Zeichen, welches böseMenschen schmähen und lästern, kniee nieder und preise Heiligeund Engel für die Gnade, welche sie dir erwiesen haben, in-dem sie dich vor dem Aussatz bewahrten, welcher dem Hause,worin du erzogen worden, anklebt!"

Mutter denn so muß ich Euch stets nennen," cnt-gegncte Roland,wenn ich so zurückgekommen bin, wie Ihrwünschtet, dann habt Ihr es der Obsorge des frommen VatersAmbrosius zu verdanken, dessen Unterweisung Eure frühe Lehrenin mir befestigt und mich gelehrt hat, treu und schweigsam zusein."

Gesegnet sei er dafür!" rief die Alte aus,gesegnet inder Zelle rmd im Freien, auf der Kanzel und am Altar! Mögendie Heiligen Segen auf ihn hcrabträufen! Sic sind gerecht undbedienen sich seiner frommen Sorgsamkeit, um den Uebeln ent-gegcnzuwirken, welche sein verabscheuungswürdiger Bruder überdie Kirche und über das Reich bringt. Aber er hat Nichts vondeiner Herkunft erfahren?"

») Ein Ausdruck des sterbenden Ritters Rudolf Percy, der beiHedgelvmoor fiel, um seine fleckenlose Treue gegen das HauS Lancasterauszndriicken.

Der Abt. I.

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