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widrigen Eindruck der Verwüstung. So war es, als Rolandden an St. Euthberts Zelle verübten Gräuel vor Augen hatte.
Nachdem sein erstes schmerzliches Erstaunen vorüber war,erricth er bald die ^Ursache der traurigen Erscheinung. DieZerstörung papistischer Gebäude fand nicht auf ein Mal undgleichzeitig in Schottland statt, sondern zu verschiedenen Zeitenund je nach dem Geist, von welchem die reformirtcn Geistlichenbeseelt waren. Einige dieser Geistlichen reizten ihre Zuhörerzu solchen Verwüstungen auf; andere, die Geschmack und Gefühlhatten, bemühten sich, die alten Hciligthümer zu schützen, undwünschten nur, daß dieselben von den Gegenständen gereinigtwürden, welche Götzendienst veranlaßt hatten. Von Zeit zuZeit nahm der Pöbel i» den Städten und Dörfern Schottlands,entweder aus eignem Abscheu vor dem päpstlichen Aberglaubenoder aufgehctzt durch die eifrigen Prediger, das Werk der Zer-störung wieder vor und übte dieselbe an einzeln stehenden Kir-chen, Kapellen oder Zellen, welche dem ersten Ausbruch ihrerWuth gegen die römische Religion entgangen waren. An vie-len Orten hatten die, aus dem Reichthum und der Entartungder furchtbaren Hierarchie entspringenden Laster der katholischenGeistlichkeit nur zu sehr die Rache gerechtfertigt, welche sich anihren Prachtgcbäuden ausließ, wie folgende Stelle aus einemalten schottischen Geschichtsschreiber beweiset. „Was trauertihr!" sprach eine bejahrte Frau zu den ruhigen Bürgern, welcheihre Unzufriedenheit über die Verbrennung eines prächtigen Klo-sters durch den Pöbel an den Tag legten. „Was trauert Ihrum seine Zerstörung? Kenntet Ihr nur zur Hälfte die verruchteGottlosigkeit, welche in diesem Hause geübt worden ist, dannwürdet Ihr eher das Gericht Gottes preisen, welches selbst nichtdie gefühllosen Wände, die einst solche Liederlichkeit geschirmthaben, länger christlichen Boden belasten lassen will."