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deutlich, daß seine Behutsamkeit am Ende doch fruchtlos ge-wesen war.
Der Jüngling wollte eben anklopfen, als er zu seinem Er-staunen bemerkte, daß die Thür offen war, das heißt nicht, dassversäumt war, sie einzuklinkcn, sondern daß sie aus der oberenAngel herausgcrissen war und nur noch in der untern hing.Dies und daß er auf sein Anklopfcn und Rufen keine Antworterhielt, beunruhigte ihn, und er betrachtete erst genauer dasAeußere der Wohnung, ehe er cintrat.
/ Die Blumen, welche sorgfältig an den Wänden hinaufgc-zogen waren, schienen vor Kurzem heruntergeriffen worden zusein und ihre Gewinde lagen auf der Erde. Das Gitterfensterwar eingeschlagc». Der Garten, welchen der Mönch durchstete Arbeit in der schönsten Ordnung gehalten, war offenbarvor Kurzem erst durch Huf- und Fußtritte verwüstet. Dasgothische Dachgewölbe über der heiligen Quelle war fast gänz-lich zerstört und die Steine desselben in das Wasser geworfen,wie wenn die Quelle, einst Theilnchmerin an der Ehre desHeiligen, jetzt an seiner Unbeliebtheit, hätte verstopft werdensollen. Auch am Hause war ein Theil des Daches zusammcn-geriffen, und an einer der Ecken des Gebäudes war ein Zer-störungsvcrsuch mit Stangen und Hebeln gemacht worden, inFolge dessen einige große Ecksteine verschoben waren. Zu eine«vollständigen Verwüstung schienen die Angreifer nicht Zeit undGeduld genug im Bcrhältniß zur Festigkeit des alten Maucr-werks gehabt zu haben.
'Wenn nach Verlauf von Jahren die Natur die Spurender Gewaltthätigkeit mit Schlingpflanzen und Wetterflcckenverhüllt hat, - dann gewinnen solche zerstörte Gebäude mittenin ihrem Verfall eine melancholische Schönheit. Wenn hingegenjene Spuren noch frisch sind, dann machen sie lediglich den