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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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ihren Mühen »erstattet, und Jedermann war stolz darauf, inseiner Nachbarschaft einen Fleck als Ort seiner Rast aufwciseirzu können. Wenige Zellen waren berühmter, als diejenige,nach welcher Roland Gracme jetzt seinen Weg nahm. Sie lagnordwestlich von Kennaquhair und stand unter dieser Abtei.Die Umgegend besaß Manches, was bei der erfahrnen römi-schen Pricsterschaft als Empfehlung bei der Wahl eines Platzesfür Mönchswohnungen galt.

In der Nähe befand sich eine Quelle, welche einige Heil-kräfte besaß, diese stand natürlich unter der Obhut des Heiligenund brachte dem Einsiedler in der Zelle einigen Vortheil, daNiemand billiger Weise eine ersprießliche Wirkung von demWasser erwarten durfte, der nicht seine milde Hand gegen denKaplan des Heiligen aufthat. Einige Ruthen fruchtbares bandhatten die Anlagen eines Gärtchens verstattet. Hinter derZelle erhob sich ein bewaldeter Hügel, der den Nord - und Ost-wind abhielt. Die nach Südwest gerichtete Vorderseite hattedie Aussicht auf ein wildschönes Thal, durchströmt von einemBach, der mit jedem Stein auf seinem Wege kämpfte.

Die Zelle selber war von mehr schmucklosem als rohemAnsehen: ein niedriges gothischcs Gebäude mit zwei kleinenGemächern, von denen das Eine dem Priester als Wohnung,das andere als Kapelle diente. Da Weltgeistliche nicht leichtwagten, so nahe an der Grenze zu wohnen, war der geistlicheBeistand die! es Mönches in den katholischen Zeiten für die Um-wohner von Werth gewesen, denn er konnte trauen, taufen unddie übrigen Sacramentc verabreichen. Seitdem indeß die prote-stantische Lehre hier Wurzel geschlagen, hatte er cs gcrathengefunden, in großer Zurückgezogenheit zu leben und so viel alsmöglich Aufsehen zu vermeiden. Allein das Ansehen seinerWohnung, als Roland am Abend vor derselben erschien, zeigte