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gejagter Knecht wieder erschiene, dann könnte ich wohl hingchcn.So aber kann ich nicht. Das Herz im Leibe würde mir zer-springen !"
Diese Gedanken durchkreuzten sich in seiner Seele, alsihm etwas dicht vor den Augen vorüberflog und fast die Federauf seiner Mütze streifte. Er sah empor und erblickte denLieblingsfalken Herrn Halberts, welcher ihm um den Kopfhcrumschwebte und seine Aufmerksamkeit, als die eines wohl-bekannten Freundes, in Anspruch zu nehmen schien. Rolandstreckte den Arm aus und ließ den gewohnten Ruf ertönen,und augenblicklich setzte sich der Falke auf sein Handgelenk undbegann sich zu putzen und von Zeit zu Zeit ihm einen schar-fen, strahlenden Blick seines braunen Auges zuzuwerfen, alswollt' er ihn fragen, warum er ihn nicht mit gewohnter Zu-neigung liebkose.
„Ach Diamant," rief er, als ob der Vogel ihn verstände,„ich und du müssen hinfort einander fremd bleiben. Manch'flotten Schuß Hab' ich dich machen, manch' schönen Reiher dichniederstoßcn sehen. Aber das ist vorbei. Für mich gibt's keineBaize mehr!"
„Ei warum denn nicht, Meister Roland?" sprach AdamWoodcock, der Falkner, welcher in diesem Augenblick hintereinem Erlengebüsch hervortrat, „warum sollte es für Euchkeine Baize mehr geben? Sagt, Alter, was war' unser Lebenohne unsere Kurzweil? Du kennst das lustige alte Lied:
„Und lieber wollt' Allan im Kerker ja liegen,
Als frei sein am Ort, wo der Falk' nicht kann fliegen.
Und lieber mocht' Allan wohl liegen im Grab,
AlS leben, wo's Hnnde und Falken nicht gab."
Die Stimme des Falkners war freundlich und herzlich,und der Ton, in welchem er seinen Gassenhauer halb sang.