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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Sorge zu trage» für ihren Leib, ihre Seele und für das Gutobendrein."

Ihr würdet vielleicht nicht so sagen," versetzte Lilias,wenn Ihr gesehen hättet, wie sie Lots Weib gleich sah beimAbschied des Herrlcins. Meine Gebieterin ist eine gute undtugendhafte und rechtschaffene Frau, der Nichts als Gutes nach-gcsagt wird. Aber doch möchte ich um Alles in der Welt nicht,daß Herr Halbert sie vergangenen Abend gesehen hätte."

O pfui! pfui! pfui!" sprach der Hofmeister.Dirnensollten sehen und hören, aber Nichts sagen. Und überdemhängt die gnädige Frau mit ganzer Seele an Herrn Halbert,und sic hat recht, denn er ist der ruhmreichste Ritter in dieserGegend."

Za, ja," sagte die Jungfer,ich habe nichts Anderessagen wollen, als: wer am wenigsten Ruhm auswärts sucht,wird am ersten zu Hause Ruhe finden. Das ist das Ganze.Man muß die einsame Lage meiner gnädigen Frau in Erwägungziehen, die sie geneigt gemacht hat, den ersten besten Bettel-buben zu sich zu nehmen, den ihr ein Hund aus dem See ge-bracht hat."

Und darum," sprach der Hofmeister,jubelt nicht zu lautund nicht zu früh, Jungfer Lilias. Denn wen» Eure gnädigeFrau sich einen Günstling gewünscht hat, um sich die Zeit zuvertreiben, dann verlaßt Euch darauf, die Zeit wird nichtleichter vergehen jetzt, wo er fort ist. Sie wird sich schonwieder einen andern aussuchen, und wenn sic ein solches Spiel-zeug braucht, dann verlaßt Euch darauf, es wird ihr nicht fehlen."

Und wo anders sollte sic einen solchen wählen, als unterihren erprobten und treuen Dienern?" versetzte Lilias,unter denen, die ihr Brod gebrochen und ihren Trank ge-nossen haben seit so vielen Jahren? Ich habe manche Frau ge-