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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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crröthend,dafür, daß ich Euren Muthwillen so lange gehegtund geduldet habe. Packt Euch fort. Verlaßt noch diesenAbend das Schloß. Ich will Euch die Mittel zu Eurem Unter-halt verabreichen lassen, bis Ihr einen ehrlichen Erwerb findet,obwohl ich fürchte, Eure eingebildete Größe wird jeden andern,als Raub und Gewaltthätigkcit unter ihrer Würde finden. Fortmit Euch, und kommt mir nicht mehr vor die Augen! "

Der Edelknabe warf sich ihr zerknirscht zu Füßen.Theureund verehrte Gebieterin!" dies waren die einzigen Worte, dieer Hervorbringen konnte.

Steht auf und laßt meinen Mantel los!" rief Frau Ma-ria.Heuchelei ist ein elender Deckmantel für Undank!"

Ich bin zu Beiden unfähig," erwiderte der Jüngling,mit der feinem leidenschaftlichen Wesen entsprechenden Hastig-keit aufspringend.Glaubt nicht, daß ich beabsichtigt habe,die Erlaubniß zum Hierbleibcn zu erflehen. Längst schon binich entschlossen, Avcnel zu verlassen, und nie wcrd'' ich cs mirverzeihen, daß ich mir das Wort Fort! habe sagen lassen,bevor ich selber sagte: Ich verlasse Euch! Ich habe mich Euchzu Füßen geworfen lediglich, um Verzeihung zu erbitten für einunbedachtsames, im höchsten Aerger mir entfahrenes Wort,welches mir nicht geziemte, gegen Euch auszusprechen. Eineandere Gnade Hab' ich nicht erbeten. Aber ich wiederhole, Ihrwißt besser, was Ihr gethan, als, was ich erduldet habe."

Roland," sprach die Burgfrau, einigermaßen besänftigt,Ihr konntet Euch an mich wenden, wenn Ihr Euch zu be-ichwercn hattet. Es war Euch weder zugemuthet, Unrecht zudulden, noch wart Ihr berechtigt, Euch dafür zu rächen, solange Ihr unter meinem Schutz standet."

Und wenn ich Unrecht litt von Solchen, die Ihr liebtetund begünstigtet," fragte der Jüngling,sollte ich da Eure