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5 (1851) Der Abt
Entstehung
Seite
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Hör' ein Mensch diese Keckheit!" rief Alias;er wirstmeiner gnädigen Frau die Unfälle ihres Hauses vor!"

Es wäre allerdings ziemlicher gewesen, von diesem Gegen-stand zu schweigen," bemerkte die Burgfrau, auf welche die An-deutung ihre Wirkung nicht verfehlte.

Es war nöthig zu meiner Rechtfertigung," versetzte Ro-land,sonst würde ich nicht im Entferntesten auf Etwas an-gespielt haben, was Euch schmerzlich sein könnte. Aber seidversichert, verehrte Frau, ich bin nicht! von Bauernblut. Ge-nau kenne ich meine Abkunft nicht, aber meine einzige Ver-wandte hat mir gesagt,, und mein Herz hat es widcrgehallt undals wahr bezeugt, daß ich von edlem Blut bin und Anspruchauf entsprechende Behandlung habe."

Und auf eine so ungewisse Zusicherung hin," fragte dieBurgfrau,baut Ihr Eure Ansprüche auf alle Rücksichten undVorrechte, die hohem Rang und vornehmer Geburt zukommen,und verlangt Zugeständnisse, welche bloß dem hohen Adel gebüh-ren? Geht, junger Herr, geht in Euch, oder der Hofmeistersoll Euch der Geißel unterwerfen, als einen vorwitzigen Knaben.Ihr habt zu wenig die Eurem Alter und Stand zukommendcZucht geschmeckt."

Der Hofmeister soll eher meinen Dolch schmecken, ehe ichseine Jucht schmecke," versetzte der Edelknabe, seiner Leidenschaftfreien Lauf lassend.Gnädige Frau, ich bin zu lange derunterwürfige Knecht eines Pantoffels und der gehorsame Die-ner einer silbernen Pfeife gewesen. Ihr müßt von nun aneinen Andern finden, der auf Euren Ruf Antwort giebt, undlaßt ihn von Sinn und Herkunft niedrig genug sein, daß erden Spott Eures Gesindes ertragen und einen StistsunterthanHerrn nennen kann."

Ich habe diesen Hohn verdient," rief die Edelstem, tief

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