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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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gerichteten Augen.Er spricht, als war' er der Sohn einesGrafen oder mindestens eines gegürteten Ritters!"

Roland warf ihr einen Blick tiefer Verachtung zu undwürdigte sie keiner weitern Erwiderung. Seine Gebieterin,welche sich ernstlich verletzt fühlte, und der doch des JünglingsThorheit leid that, nahm denselben Ton an wie Alias..

Wirklich Roland," sprach sie,Ihr vergeht Euch dermaßen,daß Ihr mich in Versuchung führen werdet, ernstliche Maaß-rcgcln zu ergreifen, damit Ihr eine geringere Meinung vonEuch faßt, und Euch Eure gebührende Stellung in der Ge-sellschaft anzuwcisen."

Und das," bemerkte Aliaswürde am besten dadurch ge-schehen, daß man ihn als denselben Bettelbuben hinaus stieße,wie Ew. Gnaden ihn ausgenommen hat."

Alias spricht zu hart," bemerkte die Edelfrau,aber siespricht wahr, junger Mensch, und ich glaube, daß ich de»Stolz nicht schonen darf, der Euch so völlig den Kopf verdrehthat. Ihr seid mit hübsche» Kleidern herausgcputzt und wieder Sohn eines Edelmanns behandelt worden, bis Ihr dieQuelle Eures Baucrnblutcs vergessen habt."

Bitte um Verzeihung, hochzuvcrehrende Frau," cntgeg-nete der Jüngling,Alias hat nich t wahr gesprochen, undEw. Gnaden weiß Nichts von meiner Herkunft, was Euchberechtigte, mich mit. so entschiedenem Hohn zu behandeln. Ichbin kein Bctteljunge; meine Großmutter hat bei keinem Men-schen gebettelt, weder hier noch anderwärts; lieber wäre sieauf dem öden Moor umgckommen. Wir sind von Haus undHof verjagt worden: ein Fall, der auch anderwärts und bei An-dern vorgekommcn ist. Schloß Avenel mit seinem See und seinenLhürmen ist nicht immer im Stande gewesen, seine Bewohnervor Roth und Elend zu bewahren."