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5 (1851) Der Abt
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erklärt, sowohl von einem irdischen, wie von einem himmlischenHerrn? Habt Ihr vergessen, was Ihr gewesen seid, und wozuder Verlust meiner Gunst Euch schnell zurückführcn würde?"

Gnädige Frau," sprach der Edelknabe,ich habe Nichtsvergessen. Ich habe nur zu viel im Sinn behalten. Ich weiß,wäret Ihr nicht gewesen, so hätte ich in diesem Wasser denTod gefunden." (Er deutete hier auf den Sec, auf den mandie Aussicht hatte.)Eure Güte ist weiter gegangen, gnädigeFrau. Ihr habt mich beschützt gegen die Bosheit Andererund gegen meine eigne Thorhcit. Es steht Euch frei, wennIhr wollt, den Waisen, welchen Ihr erzogen habt, seinemSchicksal zu überlassen. Ihr habt Alles an ihm gcthan, under kann sich über Nichts beschweren. Denkt aber nicht, gnädigeFrau, daß ich undankbar gewesen bin. Ich habe Manches er-duldet, was ich mir nie würde haben gefallen lassen, wenn csnicht um meiner Wohlthäterin willen gewesen wäre."

Um meinetwillen?" rief die Burgfrau.Was habe ichEuch ertragen lassen, worauf Ihr anders als mir Dank zu-rückblicken könnt?"

Ihr seid zu streng, gnädige Frau, wenn Ihr verlangt.Ich soll dankbar sein für die kalte Vernachlässigung, mit wel-cher mich Euer Gemahl unablässig behandelt hat, für eineVernachlässigung, welche nicht ohne Beimischung entschiedenerAbneigung war. Ihr seid zu streng, gnädige Frau, wenn Ihrverlangt, ich soll dankbar sein für die steten Beweise von Hohnund Uebclwollen, welche mir von Andern zu Thcil gewordensind, oder für eine Predigt wie die, welche heute Euer ehr-würdiger Kaplan auf meine Kosten der versammelten Hausge-noffenschaft zum Besten gegeben hat."

Hat je menschliches Ohr Dergleichen gehört?" rief dieKammerjungfcr mit ausgcbrcitcten Armen und himmelwärtsDer Alt. I. 6