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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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pflichtung gegen Gott und ihren Herrn recht dringend an'sHerz."

Euer Wille soll geschehen," sprach Warden.NächstenDonnerstag will ich meine Ermahnung an das Gesinde rich-ten und mit Gottes Hülfe will ich dergestalt mit dem Teufeldes Zorns und der Gcwaltthätigkcit ringen, der sich in meinekleine Heerde eingeschlichen hat, daß ich hoffe, den Wolf ausdem Pferch auszutreiben, als wäre er mit Kettenhunden) gehetzt."

Der letzte Theil der Unterredung war für Meister Wardender angenehmste. Die Kanzel war damals dasselbe mächtigeMittel, die Gefühle des Volkes anzuregen, was seitdem diePresse geworden ist, und Warden hatte, wie schon früher be-merkt, nicht ohne Erfolg gepredigt. Sich der Kraft seinerRede bewußt, überschätzte er dieselbe ein wenig, und, wiemanche seiner damaligen Amtsbrüder, zog er gar gern wichtigeAngelegenheiten in den Kreis seiner Vorträge. In jener rauhenZeit kannte man nicht das Zartgefühl, welches Zeit und Ortfür persönliche Ermahnungen vorschreibt. Wie der Hofpredi-ger oft seine Worte an den König insbesondere richtete undihm sein Verhalten in Staatsangelegenheiten vorschrieb, sowurde der Fürst oder Herr oder Einer und der Andere ausseinem Gefolge oft erzürnt oder erschüttert durch die Verhand-lung seiner Fehltritte beim Abendgottesdienst in der Schloß-kapelle und durch Strafteden, bei welchen er «geredet undmit Namen genannt wurde.

Die Predigt, durch welche Heinrich Warden Eintrachtund gute Ordnung im Schloß Avcnel wiederherzustellen beab-sichtigte, hatte zum Text die wohlbekannten Worte:Wermit dem Schwert schlägt, der soll durch's Schwertumko mmen," und war eine sonderbare Mischung von ge-