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5 (1851) Der Abt
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kan» Streit und Unfrieden im Haus nicht leid'en, und ichmöchte um Alles in der Welt nicht, daß er dächte, dergleichenkönne von Einem hcrrührcn, den ich begünstigt habe. Wasrathct Ihr mir?"

Entlaßt den jungen Menschen aus Eurem Dienst," ant-wortete der Prediger.

Unmöglich könnt Ihr mich das heißen," cntgcgnete dieBurgfrau.Als Christ und als Mensch könnt Ihr mich nichtheißen, ein schutzloses Geschöpf auszustoßen, welchem meineGunst meine unverständige Gunst, wenn Ihr wollt soviele Feinde erweckt hat."

Ihr braucht nicht gänzlich die Hand von ihm abzuziehcn,wenn Ihr ihn entlaßt, daß er in einen andern Dienst trittoder in einen Beruf, welcher besser seinem Stand und Rangentspricht," versetzte der Prediger.Anderwärts mag er einnützliches Glied des Gemeinwesens werden, hier ist er bloß einStörenfried und ein Stein des Anstoßes. Der junge Menschzeigt hin und wieder Verstand und Einsicht, obwohl cs ihman Fleiß fehlt. Ich will ihm eine» Empfehlungsbrief gebenan den gelehrten Professor Olearius Schinderhausen an derberühmten Universität Leyden, wo ein Unter-Famulus gesuchtwird. Dort hat er neben freiem Unterricht, falls Gott ihmGnade gibt, denselben zu suchen, fünf Mark jährlich und allezwei Jahre des Professors abgelegte Kleider."

Das geht nicht, lieber Meister Warden,ss cntgegnetedie Edelfrau, kaum im Stande ein Lächeln zu unterdrücken.Wir wollen weiter über diese Sache Nachdenken. Mittler-weile, hoffe ich, werden Eure Ermahnungen an diesen wildenKnabc^r und an das Gesinde diese heftigen und unziemlichenEifersüchteleien und Ausbrüche der Leidenschaft im Zaum hal-ten. Ich bitte Euch, legt ihnen und ihm ihre desfallsige Wer-