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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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habt; Eure alten Diener möchten gern der Hoffnung leben, daßIhr ihren Bemühungen mehr Gerechtigkeit widerfahren ließet, alsdaß Ihr den grauen Haaren derselben mißtrauen solltet, weilsic die üble Laune eines jungen Kopfes nicht meistern können,der sich vielleicht ein Paar Zolle höher trägt, Äs ihm zukommt."

Laß mich allein," sprach die Burgfrau,wir dürfen jetztmit jedem Lag die Rückkehr Herrn Halberts erwarten, und . erwird selber Einsicht von diese» Dingen nehmen. Laß mich allein,Wingate, und sprich nicht weiter von der Sache. Ich weiß,Ihr seid ein ehrlicher Mann, und der Knabe ist muthwillig; und doch glaube ich, meine Gunst ist es- die euch Me gegenihn erbittert."

Der Hofmeister machte noch einen Versuch, die Beweggründeseines Thuns zu erküren, ward zum Stillschweigen verwiesen,verbeugte sich und ging.

Der Kaplan erschien. Aber auch von ihm erhielt FrauMaria wenig Trost. Im Gegenthcil, sie fand ihn geneigt, allenUnfug, den Roland's unbändiges Wesen im Hause eingerichtethatte oder noch anrichtcn würde, ihrer Nachsicht Schuld zugeben.Ich wollte, verehrte Frau," sprach er,Ihr hättetin dieser Sache von Anfang an mir gefolgt, denn leicht istcs, Uebel in der Quelle zu dämmen, aber schwer, dagegen imStrom anzukämpfen. Ihr, verehrte Frau, (ich gebrauche die-sen Ausdruck nicht als eine leere Formel, sondern weil ich Euchimmer geliebt und geehrt habe, als eine auscrwählte Frau,)Ihr, sage ich, habt beliebt, meinem unmaßgeblichen, aber ernst-gemeinten Rath zuwider, diesen Knaben aus seiner Stellungzu einer solchen zu erheben, welche der Eurigcn nahe kommt."

Was meint Ihr, ehrwürdiger Herr?" fragte die Frau.Ich habe diesen jungen Menschen zum Edelknaben gemacht.Liegt hierin Etwas, das ,mir nicht geziemt?"