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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Wie ist das, Wingate'!" sprach die Edelfrau;welcheOrdnung haltet Ihr im Schloß, daß dif Diener von HerrnHalbcrt Glendinning den Dolch gegen einander ziehen, wie ineiner Räuberhöhlet Ist der verwundete Mann schwer verletzttund waswas ist aus dem unglücklichen Knaben gewordent"

Bis jetzt ist noch Niemand verwundet, gnädige Frau,"antwortete der mit der goldenen Kette;doch kann ich nichtVoraussagen, wie Viele noch vor Ostern verwundet werde»können, wenn mit dem jungen Menschen nicht eine strengereOrdnung angcsangen wird. Es ist ein schöner junger Mensch,geschickt'in seinen Uebungcn, aber ein wenig gar zu sehr beider Hand mit der Spitze seiner Finger, seiner Reitgerte undseines Dolches."

Und wer anders ist schuld daran, als Ihr," versetzte dieFrau.Ihr hättet ihm bessere Zucht bcibringen sollen, alsHändel anzufangen oder den Dolch zu ziehen."

Wenn cs Ew. Gnaden gefällt, den Tadel aus mich zuwerfen," erwiderte der Hofmeister,so gebührt es mir ohne Zwei-fel denselben zu ertragen. Ich unterbreite es nur Eurer Erwä-gung, daß, wofern ich sein Gewehr nicht an die Scheide annagclte,ich dasselbe eben so wenig darin halten könnte, wie ich in,Stande wäre, Quecksilber fest zu machen, was selbst über dieGeschicklichkeit von Raimund Cullius hinausging."

Erzähle mir Nichts von Raimund CulliuS," rief die Edel-frau ungeduldig,sondern rufe mir den Kaplan her. Ihrwerdet mir Alle zu klug während meines Gemahls langer undoftmaliger Abwesenheit. Wollte Gott, daß seine Geschäfte ihmerlaubten, daheim zu bleiben und seinen Haushalt zu leiten,denn das geht über meine schwache Kraft."

Verhüt' cs Gott, gnädige Frau," erwiderte der alte Diener,daß Ihr im Ernste meint, was Ihr so eben zu sagen beliebt

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