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unpassendes Benehmen gegen seine Dienstgenosscn, umd ihn zuversichern, daß der Aufenthalt des Schuldigen auf Schloß Avenclnur von kurzer Dauer sein würde, wenn er dem Herrn beiseiner Heimkehr diesen Vorfall meldete, wovon ihn lediglichRücksicht auf die gnädige Frau abhaltcn könnte. „Jedenfalls,"fügte der kluge Hofmeister hinzu, „werde ich die Sache erstder gnädigen Frau melden."
„Ganz recht, so ist es recht, Meister Wingate," riefenmehre Stimmen zusammen. „Die gnädige Frau wird erwä-gen, ob man den Dolch gegen uns ziehen darf um jedes un-bedeutende Wort, und ob wir in einer ordentlichen und gottes-fürchtigen Haushaltung leben sollen, oder unter Dolchen undMessern."
Der Gegenstand des allgemeinen Unwillens blickte zornigum sich her. Mit Mühe unterdrückte er die zornige und ver-ächtliche Antwort, steckte seinen Dolch in die Scheide und sahverächtlich auf das versammelte Gesinde herab. Endlich drehteer sich auf dem Absatz herum, stieß die ihm. zunächst Stehendenauf die Seite und verließ die Kammer.
„Das ist hier kein Baum für mein Nest," sprach derFalkner, „wenn dieser Spatz über uns krähen will."
„Er hat mich gestern mit der Reitgerte gehauen," fügteeiner der Stallknechte hinzu, weil der Schwanz des Wallachsdes gestrengen Herrlcins nicht genau so aufgcbunden war, wiees seiner Laune zusagte."
„Und ich sage euch," bemerkte die Wäscherin, „daß dasHerrchen keinen Anstand nimmt, ein ehrliches Weib ein Sau-mensch zu heißen, wenn er einen Rußflccken auf ihrem Umleg-kragen sieht."
„Wenn Meister Wingate nicht seine Botschaft an diegnädige Frau auSrichtct, dann ist es nicht möglich mit Roland