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krank zu machen, wenn man ihm das Fleisch früher waschenwollte, wie Jeder weiß, der einen Weiher von einem Falkenunterscheiden kann."
„Die Schuld liegt an deiner Faulheit, du falsches eng-lisches Blut," versetzte der Edelknabe. „Du thust nichts, alssaufen und schlafen, und überläßt diesem trägen Jungen dasGeschäft, um welches er sich so wenig bekümmert, wie du."
„So?" entgcgncte der Falkner. „Bin ich wirklich so müßig,der ich drei Flüge Falken auf der Stange und im Käsig zu ver-sorgen und obendrein im Feld fliegen zu lassen habe? Und istder Leibdicner meiner gnädigen Frau ein so emsiger Mann,daß er mir einen Verweis geben darf? Ich bin von falschemenglischem Blut? Ich möchte wissen, von welchem Blut dubist — weder Engländer noch Schelte, weder-Fisch noch Fleisch,ein Bastard aus dem Streitigen Land,-ohne Sippschaft undVerwandtschaft. Geh, du Stinkvogel, der sich gern zu einemEdelfalken machen möchte!"
Die Antwort auf diesen Hohn war eine Ohrfeige vonsolchem Nachdruck, daß der Falkner in das ausgcmaucrteBecken siel, in welchem Wasser für die Habichte gehaltenwurde. Das kalte Bad kühlte Adams Zorn keineswegs ab;er sprang auf und ergriff eine Kolbe, um die Beleidigungzu vergelten. Roland griff nach dem Dolch und schwur hochund thcucr, ihm denselben in den Leib zu jagen, wofern erzu einem Schlag gegen ihn aushole. Das Geschrei zog Ver-schiedene von der Dienerschaft herbei und unter Andern denHofmeister, die bereits erwähnte hochansehnliche Person, dessengoldne Kette und weißer Stab seine Amtswürde beurkundete?Beim Erscheinen dieses Würdenträgers legte sich für den Au-genblick der Streit. Der Hofmeister benutzte die günstige Ge-legenheit, Rolanden eine scharfe Predigt zu halten über sein